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Willkommen auf der Startseite

Herzlich Willkommen beim Kirchspiel Bladiau - Im Kreis Heiligenbeil Ostpreußen. Das ländliche Kirchspiel Bladiau - war im Kreis Heiligenbeil - eines der größten Kirchspiele - gemessen an der Zahl der Einwohner von 1939 - Heiligenbeil (10631) - Zinten (5216) - Bladiau (5127) - Pörschken (4769) usw. Wir möchten das unsere Heimat Ostpreußen - die für uns, den Ehemaligen Einwohnern und den Nachgeborenen, aus den Orten im Kirchspiel Bladiau unvergessen bleibt, Aber Ihnen in Geschichten und Bilder näher bringen. Die Aufzeichnungen sind Erzählungen und Erlebnisse unserer Eltern - sowie von ehemaligen Bewohnern des Kirchspiels.

Wir wünschen unseren Besuchern ein

gesegnetes neues Jahr

Ein neues Jahr - und wir bleiben die Alten?

Neue Vorsätze - und es bleibt alles wie gehabt?

Neue Pläne - und dann die alten Entschuldigungen?

Neue Möglichkeiten - und nur alte Gewohnheiten?

Neue Hoffnung - und immer das alte Lied?

Neue Ziele - und wieder der alte Trott?

Ein neues Jahr - und es bleibt alles beim Alten?

Wirklich neu kann nur etwas werden, wenn wir alles

Alte, mit Gott verarbeitet und versöhnt haben.

Der Taufengel von der Bladiauer Kirche

Eine lustige Weihnachtsgeschichte

von Gerhard Templin

Bearbeitung: C. Mühleisen Danke für die freundliche Genehmigung

Dieses geschah vor dem Krieg in einer ostpreußischen Kirche. Die Gemeinde war stolz auf die Weihnachtskrippe, die vor dem Altar stand. Gemeindemitglieder hatten sie gebaut und bemalt. Da waren neben Maria und Josef auch Esel, Ochs und Schäfchen, die alle aus Holz geschnitzt waren, auch die drei Weisen aus dem Morgenland. Über dem Stall glänzte durch eine Öffnung der Stern. Das Christkind in der Krippe war das Entzücken aller Kinder, die zu gerne sich das Kind ansahen. Niemand hätte sich ein Weihnachtsfest ohne diese Krippe vorstellen können. Wenn bei der Mette um Mitternacht der Stern über der Höhle aufleuchtete, war das Christkind in der Krippe plötzlich heller.

Und dann das Unfassbare. Als am Tage nach Weihnachten der Pfarrer durch das Kirchenschiff zur Sakristei schritt und einen Blick auf die Krippe werfen wollte, kam ihm der Küster in heller Verzweiflung entgegen. "Herr Pfarrer", rief er vor Aufregung, "das Kind ist weg, unser Jesuskind ist aus der Krippe gestohlen worden". Der Pfarrer schüttelte den Kopf. Er konnt es nicht glauben, das kann nur einer gewesen sein, der neidisch auf unsere Krippe ist und er sagte: "Wir wollen selber Detektiv spielen". Sie setzen sich hinter einen Pfeiler und beobachteten die Kirchentür. Kaum hatten sich der Pfarrer und der Küster versteckt, öffnete sich die Kirchentür und ein kleiner 6-jähriger Junge betrat die Kirche. Was trug er unter seinem Mäntelchen? Schon öfter hat der Pfarrer Süßigkeiten und Spielzeug in der Krippe gefunden. Er legte behutsam den mitgebrachten Gegenstand in die leere Krippe und glättete Stroh und Moos. Als er zur Seite trat, traute der Pfarrer seinen Augen nicht, da lag vor ihm holdselig lächelnd, mit zärtlich ausgestreckten Händen das verschwundene Jesulein.

Nun wandte sich der Knabe zum Weggehen. Aber dann blickte er sich noch einmal um und nickte dem Kind in der Krippe so vertraut und lächelnd zu, wie etwa einem guten Kameraden nach fröhlichem Spiel. Da stand der Pfarrer vor ihm. "Wie kommst du zu dem Jesulein?", fragte er erstaunt. "Wo hast du es gefunden?", "oder wer hat es dir gegeben?" "Niemand hat es mir gegeben", sagte der Knabe, "ich habe es aus der Krippe genommen". "Warum denn, was hast du mit dem Jesulein gemacht?" Jetzt wurde das Kind verlegen und blickte scheu vor sich hin. Aber dann schaute es den Pfarrer so treuherzig an und sagte: "Herr Pfarrer, das war nämlich so, ich hätte so gerne einen schönen Roller gehabt, weil ich so gerne Roller fahre". "Und hast du keinen bekommen", fragte der Pfarrer. "Für meine Mutter war er zu teuer", sagte der Knabe, "und da habe ich mir einen vom Christkind gewünscht. "Und das Christkind hat dir den Roller gebracht?" "O ja, Herr Pfarrer", nickte der Knabe und sein Gesichtchen strahlte vor Glück. "Einen wunderschönen Roller, und ich bin so glücklich damit und dem Christkind so dankbar. Ach, Herr Pfarrer, und da hab' ich gedacht, wo doch alle Kinder so gern Roller fahren, würde es dem Christkind auch Freude machen, und weil ich ihm so dankbar bin, wollte ich ihm zeigen, wie schön es sich mit dem Roller fahren lässt". "Und dann bist du mit dem Jesulein Roller gefahren?" "Ja, Herr Pfarrer, jetzt eben in der schönen Mittagssonne. Drei Ehrenrunden habe ich mit ihm um die Kirche gemacht". "Das war eine gute Tat und du bist ein gutes Kind", sagte der Pfarrer.

 

 

"Das Original"

Von den Mitgliedern des Kirchspiel Bladiau
laut Beschluß vom 09.09.2011

Bild:Gedenkstein in Frauenburg

Das Kirchspiel Bladiau mit seinen 17 Gemeinden

gedenkt hiermit der 1 760 Einwohnern die

durch den 2. Weltkrieg von 1939 bis 1945

und die Vertreibung 1944/1945

Ihr Leben verloren haben.

Mehr Informationen finden Sie im Bereich

Die Bladiauer Gedenkschrift von 1988

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Nachruf

von Rudi Venohr aus Gütersloh

Wieder sind 2 Menschen von uns gegangen,

die sich sehr um Ihre Heimat bemüht haben.

Frau Ursula Kunkel verstarb am 17. Juli 2016

einen Monat vor Ihrem 92. Lebensjahr.

Frau Kunkel hat sich schon als junge Frau

zusammen mit Ihrem Vater um die

Heiligenbeiler Landsleute gekümmert,

Sie wirkte als Stadtvertreterin von Heiligenbeil - Mitte.

Bis zuletzt lag ihr die Heimat am Herzen

und hätte sie noch einmal wiedergesehen.

Die Heiligenbeil Heimatfreunde trauern.


Herr Herbet Dehl verstarb am 18. Juli 2016

Er hat zusammen mit seinem Sohn

und Enkel eine Internetseite

über Rosenberg/Heiligenbeil erstellt.

So bleibt Rosenberg der Nachwelt erhalten.

Der Sohn will die Internetseite weiter bestehen lassen.

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Aber auch aus der zur Verfügung stehenden Literatur

Die evangelische Pfarrkirche zu Bladiau in Ostpreußen von Iselin Gundermann/Carl Wünsch

Sagen und Schwänge aus Natangen /Horst Schulz

Fotos und Bilder aus Privaten Archiven

die uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt werden.

http://www.stiftung-denkmal.de/startseite/neues/detail/article/winter-fuenfundvierzig-oder-die-frauen-von-palmnicken-70-jahre-nach-dem-massaker-am-bernstein.html