headerphoto

Ein sowjetischer Militärbericht über die Kriegshandlungen

im März 1945 in Brandenburg, Kreis Heiligenbeil/Ostpreußen

unvollständiger Originaltext aus dem russischen Internet übersetzt von H. Herrmann zusammengestellt von D. Mattern mit der Unterstützung der Mitglieder  der „Historisch-geografischen Gesellschaft des Stadtmuseums von Mamonowo“

Anmerkung: 

Kampfbericht der 16. Garde-Schützen-Division, die entlang der Straße Königsberg – Brandenburg  in Richtung Heiligenbeil angegriffen hat. Der nachfolgende Bericht ist unvollständig.  Es liegen nur zwei Seiten des Originaltextes „über den Kampf um Brandenburg“  vor.   D. Mattern

Der Kampf um Brandenburg

Die 16. Garde-Schützendivision, die entlang der Chaussee Königsberg - Brandenburg angriff, hat in heftigen Kämpfen den erbitterten Widerstand des Gegners gebrochen und dabei vier seiner Gegenangriffe in Stärke von 2 Infanteriekompanien mit 3 – 4 Panzern abgewiesen, und eine Reihe befestigter Höhen besetzt, die Brandenburg sicherten. Sie erstürmten den nord-östlichen Teil der Stadt und die Einheiten des 46. Garde-Schützenregiments besetzten aus der Bewegung heraus die Frisching – Brücke.

Die Planung der ingenieuermäßigenSicherstellung, neben der Aufstellung eines Sperrtrupps und eines beweglichen Sperrtrupps, erarbeitete eine Gruppe zur Besetzung von Brücken und Übergängen, die in jeder Division in Stärke von 8 – 10 Personen aufgestellt worden war.

Zur Gefechtsordnung des 46. Gardeschützenregiments gehörten den Gefechtseinheiten eine Pioniergruppe für Brückenbesetzung an, die die Aufgabe hatte, wenn es nicht gelingt die Brücke über den Frisching einzunehmen, einen Übergang über den Fluß für die Einheiten des 46. Und 43. Gardeschützenregiments sicherzustellen.

Dieser rechtzeitig vorbereiteten und aufgestellten Gruppe gelang es unter den komplizierten Bedingungen des Straßenkampfes die gestellte Aufgabe zu erfüllen bzw. zu lösen:

Die Brücke über den Frisching in Brandenburg war vom Gegner zur Sprengung mit elektrischer Zündung vorbereitet worden.

Die o.g. Pioniergruppe drang kühn und entschlossen zur Brücke vor, schaltete mit Unterstützung der Infanterie die Brückenwache aus, unterbrach die Zündleitungen und rettete so die zur Sprengung vorbereitete Brücke vor der Zerstörung. Es gelang dem Gegner jedoch eine andere Brücke teilweise zu zerstören.  Wie sich später herausstellte, hatte der Gegner angenommen, daß es ihm gelingen würde, die Brücken unbrauchbar  zu machen, und hatte noch intensiv daran gearbeitet.

An jeder Brücke, die im weiteren Verlauf genommen wurde, gab es bis zu vier Sprengladungen von je ca. 100 Kilogramm.

Das selbstlose Handeln der Pioniergruppe unter dem Kommando von Sergeant (Unteroffizier) Popow, sicherte die Erhaltung der Brücke und gewährleistete  so das schnelle Vordringen der 16. und 18 Garde-Schützendivision bei der zügigen Einnahme der Stadt (Kirchdorf) Brandenburg. Das beweist erneut, wie wichtig es ist, die Arbeit sorgfältig zu planen und gleichzeitig die Pioniere vorzubereiten, die dafür vorgesehen sind, die Gefechtsordnung der angreifenden Einheiten zu begleiten.  

Das 46. Garde-Schützenregiment überschritt die Brücke über den Frisching, um unmittelbar ins Zentrum von Brandenburg vorzudringen, in dem es den Gegner im Straßenkampf ausschaltete und so zum süd-westlichen Stadtrand gelangte.

Das 43. Garde-Schützenregiment folgte unmittelbar dem 46. Garde-Schützenregiment und säuberte die nord-westliche und westliche Umgebung von Brandenburg.

Die zum Nordufer des Flusses Frisching vorgehenden Einheiten der 18. Garde-Schützendivision haben mit ihrem Feuer auf den Gegner, der die Verteidigung am südlichen und östlichen Stadtrand und im Gebiet von Muck organisiert hatte, das Vordringen der Einheiten der 16. GardeSchützendivision einen Kilometer südlich von Brandenburg auf den Raum südlich von Brandenburg gesichert.

In der Folge haben die Einheiten der 16. Garde-Schützendivision Brandenburg vollständig vom Gegner gesäubert und den Angriff entlang der Chaussee in Richtung Ludwigsort fortgesetzt.

Zum Tagesausgang nahmen die Kämpfe ihren Fortgang:

mit dem 43. Garde-Schützenregiment in Richtung Korschenruh;

mit dem 46. Garde-Schützenregiment in Richtung Klein Hoppenbruch.


Ende des vorliegenden russischen Militärberichtes D. Mattern

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 18. November 2016 um 06:27 Uhr
 

Wer ist online

Wir haben 82 Gäste online

Schriftgröße

Besucherzähler

524248
HeuteHeute273
Diese WocheDiese Woche3261
InsgesamtInsgesamt524248
Highest 27.06.2017 : 875