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Neben diesem Fund wurden auch Fragmente des Grabsteines des vorhergehenden Bürgermeisters Ernst Feyerabend aufgefunden. Dieser war in Heiligenbeil als Bürgermeister  von 1817 bis 1834 im Amt und wurde von seinem Sohn August Feyerabend  „beerbt“, der den Posten als Bürgermeister von Heiligenbeil von 1835 bis 1882 übernahm.

Die gesäuberten Funde sind nun geschichtsträchtige Exponate, die im Stadtmuseum  in Mamonowo zu besichtigen sind. Dazu hat eine Urenkelin des verstorbenen  Bürgermeisters, Louis Schröder, zahlreiche  gesammelte Zeitungsnachrufe aus dieser Zeit dem Museum zur Verfügung gestellt. So haben u.a. die „Trauernden“ als Hinterbliebene  ihrem Vater einen Nachruf gewidmet in dem es heißt: „Am 6. März verstarb auf einer Reise in Berlin nach einem rechter Arbeit und treuester Pflichterfüllung gewidmeten Leben unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Onkel und Schwager, der Bürgermeister  a.D. Louis Schröder aus Heiligenbeil“  Als die drei Kinder sind aufgeführt:  Hellmuth Schröder, Stadtbaurat in Cottbus,  Dora Zink geb. Schröder aus Wiesloch  und Elisabeth Schröder aus Heiligenbeil.  (Leiterin der Haushaltungsschule in der Dreßlerstraße) Dem über die Stadtgrenzen von Heiligenbeil hinaus beliebten und verehrten  Louis Schröder schließen sich in Nachrufen an:   Der Magistrat und die Stadtverordneten von Heiligenbeil, Bürgermeister Fanelsa und der Stadtverordnete Heister;  der Landrat und Vorsitzende des Kreisausschusses von Heiligenbeil, Dr. Gramsch;  der Ostspreußische Krankenkassenverband e.V. – Königsberg;  die Beamten und Angestellten der Stadtverwaltung Heiligenbeil;  Dr. Blunk und Dr. Huck von der Ostpreußischen Stadtschaft,;  der Ostpreußische Städtetag;   der Generaldirektor des Landtages und der Verwaltungsrat der Feuersozietät für die Provinz Ostpreußen;   der Oberbürgermeister von Gumbinnen und der Bürgermeister Zeiss aus Schippenbeil;  der Vaterländische Frauenverein unter der Vorsitzenden Frau E. Fanelsa;  das Kollegium des St. Georgs-Hospital zu Heiligenbeil; die Freiwillige Feuerwehr zu Heiligenbeil;   Georg Hoffmann als Vorsitzender des Aufsichtsrates des Hotels Haus Wiens G.m.b.H.;   Bürgermeister Fanelsa als Obervorsteher im Namen der Schützengilde;  der Engere Schützenbund, Dr. Kahlweiß als Vorsitzender;  der Frei-Corp der Schützengilde Heiligenbeil;  der Männergesangverein Heiligenbeil;  Trost als Kreisvorsitzender des Deutschen Handwerkerbundes;   Erster Bürgermeister Schrock von Rastenburg im Namen des Provinzial-Schützenbundes Ostpreußens;  der Vorsitzende der Landwirtschaftlichen Gesellschaft Heiligenbeils, von Bülow – Romansgut;  Wilhelm Krutheim als Vorstand der Schützengilde Königsberg;  der Vorsteher, Otto Heinrich des Haff-Gau Schützenbundes Ostspreußen,;  der Haus- und Grundbesitzerverein Heiligenbeil e.V.;  der Bürgerverein Heiligenbeil. Mindestens 21 mit  Schleifen geschmückte Kränze begleiten als letzten Gruß den Sarg zur Beisetzung auf dem Hospitalfriedhof, unweit der evangelischen Kirche, wo die Trauerfeier von Superintendent Lenz  abgehalten wurde. Die damalige Presse widmet dem Verstorbenen längere Artikel über sein Wirken in Heiligenbeil und in Ostpreußen. Die Exponate haben nun einen würdigen Platz im Stadtmuseum Mamonowo gefunden und bleiben so als Teil der Geschichte Heiligenbeil’s  der Nachwelt erhalten.

Text D. Mattern



 

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